Wahlprogramm Lang

KOMMUNALWAHL 2026

UNSER PROGRAMM

 

Einleitung

Quakenbrück steht an einem Punkt, an dem „nichts tun“ keine Option mehr ist. Unsere Stadt lebt von den Menschen, die hier arbeiten, sich engagieren und füreinander einstehen.

Genau sie müssen im Mittelpunkt der Politik stehen. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind für uns keine leeren Worte, sondern der Maßstab unseres Handelns. Wir wollen eine Stadt,

  • in der Arbeit respektiert und fair bezahlt wird,
  • in der Kinder die gleichen Chancen haben – unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel,
  • in der niemand ausgegrenzt wird 
  • und in der Zusammenhalt stärker ist als Egoismus.

Wir glauben an Fortschritt, der allen zugute kommt. An Sicherheit mit Augenmaß. Und an eine Zukunft, die sozial, demokratisch und nachhaltig gestaltet wird.

 

Dieses Wahlprogramm ist unser Versprechen:

Wir wollen Quakenbrück nicht nur verwalten – wir wollen unsere Stadt gemeinsam gestalten.

Entschlossen. Verlässlich.  Und mit Verantwortung für die Menschen vor Ort.

 

1. Wofür wir stehen

Kommunalpolitik ist die Wiege der Demokratie. Hier entscheidet sich, ob Politik funktioniert – oder nicht. 

Wir machen keine Versprechen, die wir nicht halten können. Politik lebt vom Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nicht durch große Worte, sondern durch das, was am Ende umgesetzt wird.

Politik ist nicht immer bequem. Und sie ist nicht immer gerecht für alle. Aber sie bleibt der Grundstein unseres Zusammenlebens und unserer Zukunft. Wir sind nicht naiv. 

Wir wissen:

  • Nicht alles ist sofort machbar.
  • Es gibt begrenztes Geld.
  • Es gibt unterschiedliche Interessen.
  • Und es gibt Entscheidungen, die nicht jedem gefallen.

Trotzdem sagen wir klar, wofür wir stehen.

Wir wollen Quakenbrück weiterentwickeln – Schritt für Schritt, mit klaren Prioritäten.
Wir wollen Dinge anpacken, die lange liegen geblieben sind.
Und wir wollen ehrlich sagen, was zuerst kommt – und was Zeit braucht.

Unsere Politik ist nicht perfekt. Aber sie ist verlässlich.

Wir stehen für eine Stadt, in der man gut leben kann, in der man sich sicher fühlt, und in der man gerne bleibt.

Dafür arbeiten wir. Und daran wollen wir uns messen lassen. 

 

2. Warum wir handeln

In der Kommunalpolitik haben wir im Grunde zwei Möglichkeiten:

Wir können nichts tun.

Keine Baustellen. Keine Konflikte. Keine unbequemen Entscheidungen. Das wäre der einfache Weg. Aber dann passiert Folgendes:

Die Straßen werden schlechter. Die Infrastruktur zerfällt. Das Schwimmbad schließt. Unternehmen ziehen weg. Die Innenstadt verliert an Leben.

Oder wir entscheiden uns für den anderen Weg:

Wir übernehmen Verantwortung.

Wir packen an, auch wenn es schwierig ist.
Wir treffen Entscheidungen, die nicht jedem gefallen.
Und wir gehen Probleme an, statt sie weiterzugeben.

Ein Haushalt ist kein Wunschkonzert. Niemand bekommt alles, was er will. Und nicht jede Entscheidung fühlt sich gut an.

Aber nichts zu tun wäre die schlechtere Entscheidung.

Wir wissen: Wir können Fehler machen. Aber wir handeln. Und wir drücken uns nicht vor unserer Verantwortung.

 

3. Wohnen & Stadtentwicklung – Zusammen schaffen wir Raum für die Zukunft

Quakenbrück wächst. Mehr Menschen wollen hier leben. Das ist gut – bringt aber auch Druck auf den Wohnungsmarkt.

Wir wollen, dass Wohnen für alle erreichbar bleibt. Und wir wissen, dass das unter den aktuellen Bedingungen eine große Herausforderung ist.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Europa-Quartier als neue Mitte entwickeln

  • modernes Wohnen mit hohen Energie- und Klimastandards
  • weniger Abhängigkeit von steigenden Gas- und Ölpreisen
  • flexible Wohnformen – von kleinen bis größeren Wohnungen
  • auch geeignet für Mehrgenerationen-Wohnen
  • ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiges Bauen

Wir sagen aber auch klar: Ob hier wirklich bezahlbarer Wohnraum entsteht, können wir heute nicht versprechen.

Deshalb bleibt es unsere Aufgabe, genau hinzuschauen und nachzusteuern – damit Wohnen in Quakenbrück insgesamt bezahlbar bleibt.

Kynast-Gelände neu aufstellen

  • alte Hallen zurückbauen
  • Platz schaffen für Wohnen, Arbeiten und neue Ideen
  • Altlasten konsequent beseitigen – das ist unsere Pflicht

Das Kynast-Gelände ist keine Option, die man aufschieben kann. Hier geht es um Verantwortung – für Umwelt, Grundwasser und die Zukunft unserer Stadt.

Bezahlbaren und sozial verträglichen Wohnraum sichern

Bezahlbarer Wohnraum ist für uns ein klares Ziel.

Wir sehen aber auch: Steigende Baukosten, hohe Energiepreise und strengere Vorgaben machen es immer schwieriger, wirklich günstigen Wohnraum neu zu schaffen.

Nicht jeder Neubau wird automatisch „bezahlbar“ sein. Aber er muss sozial verträglich bleiben. Und wir müssen ehrlich sagen: Bezahlbarkeit entscheidet sich nicht nur an der Kaltmiete.

Ein moderner Neubau mit hohen Energie- und Klimastandards kann auf den ersten Blick teurer wirken. Auf lange Sicht kann er aber deutlich günstiger sein – weil weniger Kosten für Heizung, Strom und Energie anfallen.

Gerade bei Projekten wie dem Europa-Quartier wird das eine wichtige Rolle spielen.

Unser Ziel ist deshalb eine neue Betrachtung: Nicht nur die Miete zählt, sondern die Gesamtkosten des Wohnens über viele Jahre. Das heißt für uns:

  • Wohnen muss für Menschen mit normalem Einkommen erreichbar bleiben
  • Energieeffizienz ist ein Teil von sozialer Sicherheit
  • steigende Energiepreise dürfen nicht zur versteckten Belastung werden

Dafür braucht es auch Aufklärung.

Wir wollen die Menschen mitnehmen und verständlich machen, was Wohnen wirklich kostet – heute und in Zukunft.

Mit Augenmaß entwickeln

  • vorhandene Flächen besser nutzen
  • keine unnötige Zersiedelung

Uns ist klar: Große Projekte brauchen Zeit und Geld. Nicht alles geht gleichzeitig. Deshalb setzen wir auf eine klare Reihenfolge: Erst entwickeln, was wir haben – dann erweitern, wo es sinnvoll ist.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der man sich Wohnen leisten kann – und gerne bleibt.

 

4. Wirtschaft & Arbeit – Zusammen sichern wir unsere Zukunft

Quakenbrück hat nicht unendlich Platz. Neue große Gewerbeflächen gibt es kaum noch. Das ist Realität – und genau deshalb müssen wir anders denken.

Wir wollen Wachstum nicht über Fläche erzwingen, sondern über Ideen, Innovation und gute Arbeitsplätze. Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Forschung und Innovation stärken

  • das Umfeld des BIQ und des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik gezielt weiterentwickeln
  • Perspektiven für eine Erweiterung schaffen (z. B. ein weiteres Gebäude im BIQ/BIC)
  • innovative Unternehmen wie Regenis und PPS stärker unterstützen
  • die Erweiterung der Bundeswehr begleiten und unterstützen
  • Raum für Ausgründungen, neue Unternehmen und zukünftige Gewerbeansiedlungen schaffen
  • das gemeinsame Gewerbegebiet BADI (Badbergen–Dinklage) aktiv unterstützen und weiterentwickeln
  • Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze in der gesamten Samtgemeinde nutzen

Quakenbrück hat hier einen echten Standortvorteil. Diesen wollen wir gezielt ausbauen.

Aus Ideen Arbeitsplätze machen

Gute Forschung allein reicht nicht. Wir wollen, dass aus Ideen Unternehmen entstehen, die in unserer Region bleiben und Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört auch die Unterstützung des gemeinsamen Gewerbegebiets BADI. Nicht jede Ansiedlung kann direkt in Quakenbrück erfolgen. Gemeinsam mit unseren Nachbarkommunen wollen wir jedoch attraktive Flächen schaffen und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Samtgemeinde stärken.

  • Unterstützung für Start-ups und junge Firmen
  • enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Stadt

Hier sehen wir eine große Chance, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung zusammenzudenken.

Wirtschaft nachhaltig stärken

  • Fokus auf Unternehmen, die langfristig Arbeitsplätze sichern
  • Stärkung des Mittelstands und des Handwerks
  • faire und verlässliche Rahmenbedingungen für Betriebe vor Ort

Wir setzen nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf nachhaltige Entwicklung.

Kynast-Gelände wirtschaftlich nutzen

  • Flächen neu ordnen und für Ansiedlungen vorbereiten
  • Chancen für neue Unternehmen schaffen

Das Kynast-Gelände ist nicht nur ein Problem – es ist auch eine Chance für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt.

Innenstadt neu denken

Die Lange Straße ist mehr als eine Einkaufsstraße.

  • mehr Mischung aus Wohnen, Gastronomie und Angeboten des täglichen Bedarfs
  • neue Konzepte statt Leerstand
  • ein Ort, an dem man sich gerne aufhält
  • Marktplatz neu gestalten – mehr Grün, weniger Auto, mehr Aufenthaltsqualität

Die Innenstadt muss wieder ein lebendiger Mittelpunkt werden. Uns ist klar:

Wir können nicht jedes Unternehmen ansiedeln. Deshalb setzen wir auf Qualität statt Quantität. Auf Betriebe, die zur Stadt passen und langfristig etwas aufbauen.

Nur so sichern wir unsere Einnahmen – zum Beispiel aus der Gewerbesteuer – und schaffen die Grundlage für Investitionen in unsere Stadt.

Unser Ziel ist eine starke, stabile Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft – und unsere Stadt finanziell trägt.

 

5. Freizeit, Leben & Soziales – Zusammen halten wir unsere Stadt lebendig

Lebensqualität zeigt sich im Alltag: in der Freizeit, im Vereinsleben und im Miteinander.

Wir wollen, dass Quakenbrück eine Stadt bleibt, in der man sich gerne aufhält – und nicht nur wohnt.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Hallen- und Freibad sichern und neu aufstellen

  • Betrieb während der Bauzeit sichern und damit Verlässlichkeit für die Mitarbeiter schaffen
  • moderne Anlage für Schulen, Vereine und Familien

Uns ist klar: Das ist ein großes Projekt.

Es kostet Geld und braucht Zeit. Aber für uns gehört ein funktionierendes Bad zur Grundversorgung unserer Stadt.

Medizinische Versorgung sichern

Die medizinische Versorgung ist für uns ein zentrales Thema. Der Mangel an Hausärzten wird auch in Quakenbrück spürbar werden. Deshalb haben wir früh gehandelt.

Mit Medizinstipendien haben wir als SPD eine konkrete Lösung auf den Weg gebracht:
Wir unterstützen junge Medizinstudierende auf ihrem Weg und schaffen gleichzeitig einen Anreiz, später nach Quakenbrück zurückzukehren.

Das ist für uns eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.

Denn klar ist: Gute medizinische Versorgung entscheidet über Lebensqualität –
für Familien, für ältere Menschen und für alle, die hier leben.

Deshalb wollen wir diesen Weg weitergehen und die ärztliche Versorgung langfristig sichern.

Vereine und Ehrenamt stärken

Wir wollen verlässliche Unterstützung für Sport, Kultur und soziale Angebote schaffen.

Menschen, die sich engagieren, brauchen gute Bedingungen. Vereine halten unsere Stadt zusammen – und deshalb brauchen sie Planungssicherheit und Wertschätzung.

Räume für Begegnung schaffen

Wir wollen Orte, an denen Menschen zusammenkommen können – unabhängig vom Geldbeutel.

Begegnung entsteht nicht von allein. Sie braucht Räume, Angebote und Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Jugend ernst nehmen

Wir wollen Angebote schaffen, die von Jugendlichen mitgestaltet werden. Dazu gehören mehr Orte und Räume für eigene Projekte, echte Mitbestimmung und Vertrauen in junge Menschen.

Jugendpolitik darf nicht nur über Jugendliche reden, sondern muss mit ihnen gemacht werden.

Ältere Menschen im Blick behalten

Wir wollen Angebote für Bewegung und Begegnung stärken und Unterstützung bieten, damit Menschen möglichst lange selbstständig leben können.

Eine Stadt muss für alle Generationen funktionieren.

Schützenhof neu denken

Der Schützenhof ist ein wichtiger Ort für unsere Stadt. Hier muss eine tragfähige Nutzung zwischen Gastronomie und Kultur entstehen.

Wenn sich dafür keine private Lösung findet, sehen wir auch die Stadt in der Verantwortung, eine Perspektive zu entwickeln.

Und auch hier gilt:

Nicht alles lässt sich sofort umsetzen. Aber wir wollen Schritt für Schritt besser werden.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der man nicht nur lebt, sondern gerne Zeit verbringt.


 6. Jugend, Bildung & Zukunft – Zusammen investieren wir in die nächste Generation

Eine Stadt hat nur dann Zukunft, wenn junge Menschen gerne hier leben, lernen und bleiben wollen.

Deshalb wollen wir mehr tun für Kinder, Jugendliche und junge Familien.

Nicht mit großen Worten – sondern mit konkreten Verbesserungen im Alltag.

Neubau der Grundschule unterstützen

  • modernes und zukunftsfähiges Schulzentrum schaffen
  • gute Lernbedingungen für Kinder und Lehrkräfte sichern

Die Grundschule ist ein zentraler Ort für unsere Stadt.
Deshalb unterstützen wir den dringend notwendigen Neubau ausdrücklich.

Kinder brauchen eine Umgebung, in der Lernen, Bewegung und Gemeinschaft funktionieren.

Jugendräume und Treffpunkte schaffen

  • bestehende Angebote wie den Mädchentreff bei IN VIA weiterhin unterstützen
  • Räume schaffen, in denen Jugendliche Ansprechpartner, Hilfe und Vertrauen finden

Der Mädchentreff bei IN VIA ist ein wichtiges Angebot in Quakenbrück. Solche Orte geben jungen Menschen Halt, Austausch und Unterstützung.

Wir wollen solche Angebote erhalten, stärken und dort ausbauen, wo Jugendliche zusätzliche Hilfe brauchen. Jugend braucht Räume. Nicht nur zum Konsumieren, sondern zum Treffen, Reden und Mitgestalten.

Streetworker wieder einsetzen

  • Probleme früh erkennen und begleiten

 

Die Probleme vieler Jugendlicher verschwinden nicht, wenn man sie ignoriert. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Streetworker-Stelle weiter auszubauen.

Prävention, Vertrauen und direkte Ansprechpartner sind wichtiger als spätes Reagieren.

Schulen und Jugendliche besser unterstützen

  • Probleme an Schulen frühzeitig erkennen
  • Entwicklungen schneller wahrnehmen und rechtzeitig gegensteuern

 

Schule ist heute mehr als Unterricht. Viele soziale Probleme zeigen sich zuerst dort.

Deshalb wollen wir genauer hinschauen, besser unterstützen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Perspektiven für junge Menschen schaffen

  • kleinere und flexible Wohnformen ermöglichen
  • den Einstieg in die erste eigene Wohnung erleichtern
  • mehr kleine Wohnungen für Auszubildende und Studierende schaffen

Gerade junge Menschen und junge Familien brauchen Chancen, bezahlbar und flexibel wohnen zu können.

Nicht jeder braucht sofort ein großes Haus. Deshalb wollen wir neue Wohnformen ermöglichen und vorhandene Möglichkeiten besser nutzen.

Zukunft vor Ort ermöglichen

  • gute Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten stärken
  • junge Menschen stärker an Quakenbrück binden

Unser Ziel ist, dass junge Menschen ihre Zukunft nicht woanders suchen müssen.

Quakenbrück soll ein Ort sein, an dem man bleiben möchte – weil man Perspektiven sieht.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der junge Menschen mitreden, mitgestalten und Zukunft sehen.

 

7. Zusammenhalt, Vielfalt & Kultur – Zusammen leben (lieben) wir diese Stadt

Quakenbrück ist vielfältig. Menschen aus vielen Ländern leben hier – aus über 90 Nationen. Mit unterschiedlichen Geschichten, Kulturen und Lebensweisen. Das ist keine Schwäche. Das ist eine Stärke unserer Stadt. Wir setzen uns dafür ein, dass das so bleibt.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Zusammenhalt stärken

  • kein Platz für Ausgrenzung, Fremdenhass oder Diskriminierung
  • klare Haltung für Respekt und ein gutes Miteinander

Wir wollen eine Stadt, in der Menschen unterschiedlich sein können
und trotzdem zusammengehören.

Wer Menschen gegeneinander ausspielt, schwächt unsere Stadt.

Integration im Alltag fördern

  • Begegnung statt Parallelleben
  • Unterstützung für Vereine, Initiativen und Projekte

Integration passiert nicht nur in Konzepten. Sie passiert im Alltag: in der Schule, im Verein, auf der Arbeit, in der Nachbarschaft und bei gemeinsamen Veranstaltungen.

Damit sie gelingt, braucht es Offenheit und Bereitschaft auf allen Seiten.
Integration lebt davon, dass Menschen aufeinander zugehen und sich einbringen.

Barrieren abbauen

  • echte Teilhabe für alle ermöglichen
  • unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenssituation

Teilhabe bedeutet, dass Menschen mitmachen können. Dazu gehören Barrierefreiheit, verständliche Kommunikation und der Wille, niemanden auszuschließen.

Kultur sichtbar machen und fördern

  • Musik, Theater, Kunst und Veranstaltungen stärken
  • bestehende Angebote sichern und neue ermöglichen

Kultur ist kein Luxus. Kultur bringt Menschen zusammen, macht eine Stadt lebendig und schafft Räume, in denen Neues entstehen kann.

Künstler und Kulturszene unterstützen

  • verlässliche Rahmenbedingungen schaffen
  • Kultur als festen Bestandteil unserer Stadt begreifen

Unser Ziel ist eine Stadt, in der Menschen unterschiedlich sein können – und trotzdem zusammengehören.

 

8. Sicherheit & Ordnung – Zusammen sorgen wir für ein gutes Gefühl

Sicherheit ist keine Nebensache. Sie entscheidet darüber, ob wir uns frei bewegen, uns wohlfühlen und unsere Stadt gerne nutzen.

Wir wollen, dass sich die Menschen in Quakenbrück sicher fühlen – auf der Straße, im Park, im Alltag und auch auf wichtigen Verbindungen wie dem Tunnel zwischen Alt- und Neustadt.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Präsenz zeigen und sichtbar sein

  • mehr Kontrollen dort, wo es Probleme gibt
  • enge Zusammenarbeit mit Ordnungsbehörden und Polizei

Sicherheit entsteht auch dadurch, dass der Staat sichtbar ist. Menschen müssen merken, dass Regeln gelten und dass Probleme nicht einfach hingenommen werden.

Probleme früh angehen

  • wir setzen uns erneut für einen Streetworker vor Ort ein
  • Hilfe anbieten, bevor Situationen eskalieren

Nicht jedes Problem lässt sich durch Kontrolle lösen. Oft braucht es Menschen, die ansprechbar sind, Vertrauen aufbauen und Wege aus schwierigen Situationen aufzeigen.

Verkehrssicherheit verbessern

  • konsequent gegen Raser vorgehen
  • mehr Rücksicht im Straßenverkehr durchsetzen

Wer zu schnell fährt oder andere gefährdet, nimmt keine Rücksicht auf das Leben in unserer Stadt. Verkehrssicherheit ist ein Teil von Ordnung und Respekt.

Sauberkeit und Ordnung ernst nehmen

  • klare Regeln für öffentliche Räume
  • konsequentes Handeln bei Verstößen

Öffentliche Räume gehören allen. Deshalb müssen sie gepflegt, sicher und nutzbar bleiben.

Sauberkeit ist auch eine Frage von Respekt.

Moderne Technik gezielt einsetzen

  • Kameras und andere technische Lösungen dort nutzen, wo sie sinnvoll sind
  • Sicherheit spürbar erhöhen und Straftaten vorbeugen

Uns ist klar: Solche Maßnahmen greifen auch in persönliche Freiheiten ein.

Deshalb setzen wir auf einen verantwortungsvollen Einsatz.

Sicherheit und Freiheit dürfen kein Widerspruch sein – wir müssen beides im Blick behalten.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der man sich sicher fühlt – und gerne unterwegs ist.

 

9. Mobilität – Zusammen bewegen wir unsere Stadt

Mobilität entscheidet darüber, wie wir unsere Stadt erleben. Ob wir uns sicher fühlen.
Ob wir gerne unterwegs sind. Oder ob Verkehr uns belastet.

Wir wollen Quakenbrück so entwickeln, dass man sich wieder gerne bewegt –
zu Fuß, mit dem Rad und auch mit dem Auto, wo es nötig ist.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

  • sichere Wege für alle im Alltag
  • bessere Verbindungen zwischen den Stadtteilen

Fußgänger und Radfahrer brauchen sichere Wege. Das gilt besonders für Kinder, ältere Menschen und alle, die im Alltag ohne Auto unterwegs sind.

Innenstadt entlasten

  • weniger Durchgangsverkehr
  • mehr Aufenthaltsqualität

Die Innenstadt ist kein Durchgangsraum für Verkehr. Sie soll ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält, einkauft, arbeitet und Zeit verbringt.

Tempo neu ordnen

  • Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt
  • Tempo 50 nur dort, wo es sinnvoll und notwendig ist
  • mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Tempo 30 als Regel ist für uns ein wichtiger Schritt. Es geht um mehr Sicherheit, mehr Rücksicht und weniger Belastung durch Verkehr. Tempo 50 bleibt dort möglich, wo es sinnvoll und notwendig ist.

Radverkehr ernst nehmen

  • bessere Infrastruktur und sichere Strecken

Das Fahrrad muss eine echte Alternative sein.
Wer mit dem Rad fährt, darf sich nicht wie ein Verkehrshindernis fühlen.

ÖPNV Anbindung stärken

  • bessere Verbindungen vom Bahnhof in die Stadt und in die Ortsteile schaffen
  • Anbindung an das Krankenhaus, in die Außenbereiche und in die Nachbargemeinden verbessern
  • den Bürgerbus stärken und gezielt unterstützen

Eine gute Anbindung endet nicht am Bahnhof. Entscheidend ist, wie die Menschen von dort weiterkommen – zur Arbeit, zum Arzt, ins Krankenhaus, in die Schule oder nach Hause in die Ortsteile.

Gerade für ältere Menschen, Jugendliche und alle ohne eigenes Auto ist das entscheidend.

Der Bürgerbus spielt dabei eine wichtige Rolle. Er ist nah an den Menschen, flexibel
und oft die einzige Verbindung im Alltag. Deshalb wollen wir ihn stärken und weiterentwickeln.

Realistisch bleiben

  • das Auto bleibt Teil des Alltags
  • aber die Balance im Verkehr soll sich verändern

Wir schaffen das Auto nicht ab. Aber wir verändern die Balance: mehr Sicherheit, mehr Rücksicht und mehr Möglichkeiten, sich anders zu bewegen.

Unser Ziel ist eine Stadt, in der Mobilität verbindet – und nicht trennt. 

 

10. Klima & Umwelt – Zusammen handeln wir für unsere Zukunft

Umwelt- und Klimaschutz sind keine Themen für später.
Sie betreffen unseren Alltag – unsere Luft, unsere Energie, unsere Stadt.

Wir wollen unseren Beitrag leisten.

Aber wir bleiben ehrlich: Nicht alles lässt sich auf kommunaler Ebene lösen. 
Und nicht jede Maßnahme ist sofort umsetzbar.

Trotzdem müssen wir anfangen – Schritt für Schritt.

Deshalb setzen wir klare Schwerpunkte:

Erneuerbare Energien weiter ausbauen

  • Photovoltaik auf möglichst vielen geeigneten Dächern
  • Nutzung öffentlicher Flächen prüfen und vorantreiben

Erneuerbare Energien machen uns unabhängiger und senken langfristig Kosten.

Öffentliche Gebäude und geeignete Flächen müssen dabei stärker genutzt werden.

Energie sparen und effizienter werden

  • moderne Bauweise und Sanierung unterstützen
  • Energieverbrauch langfristig senken

Die günstigste Energie ist die, die nicht verbraucht wird.

Deshalb gehören Sanierung, Energieeffizienz und moderne Standards zusammen.

Grünflächen erhalten und ausbauen

  • bestehende Grünanlagen schützen
  • neue Flächen schaffen, wo es möglich ist
  • unsere „grüne Lunge“ sichern (z. B. Mühlenhof, Lannemanns Hagen, Europapark, Bürgerpark)

Grünflächen sind wichtig für Klima, Gesundheit und Lebensqualität. Sie dürfen nicht als Restflächen behandelt werden.

Stadtklima verbessern

  • mehr Bäume und Begrünung im Stadtgebiet
  • bessere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt

Hitze, versiegelte Flächen und schlechte Luft betreffen uns direkt. Mehr Grün macht die Stadt lebenswerter.

Natur wieder sichtbarer machen

  • Projekt „Alter Mühlenplatz“ umsetzen
  • „grüne Lunge“ der Stadt weiterhin verteidigen
  • Projekte wie die „kleine essbare Stadt“ weiterführen
  • Natur in den Alltag zurückholen

Natur gehört nicht nur an den Stadtrand. Sie soll in der Stadt sichtbar und erlebbar sein.

Wirtschaft und Umwelt zusammendenken

  • nachhaltige Unternehmen unterstützen
  • Innovationen fördern, die Umwelt und Arbeitsplätze verbinden

Klimaschutz und Wirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Gute Ideen können Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die Umwelt schützen.

Uns ist klar: Klimaschutz kostet Geld und braucht Zeit. Aber nichts zu tun, wird am Ende teurer.

Unser Ziel ist eine Stadt, die sich weiterentwickelt – ohne ihre Lebensgrundlagen zu gefährden.

 

11. Konkrete Projekte – Was wir anpacken

Wir reden nicht nur über Ziele. Wir benennen auch, was wir konkret angehen wollen.

Diese Projekte sind für uns wichtig, weil sie sichtbar sind und das Leben in unserer Stadt direkt verbessern.

Hallen- und Freibad neu bauen

  • Neubau in zwei Schritten
  • Betrieb während der Bauzeit sichern
  • moderne Anlage für Schulen, Vereine und Familien

Das Bad ist für Schulen, Vereine, Familien und die gesamte Stadt wichtig. Deshalb gehört dieses Projekt zu unseren zentralen Aufgaben.

Tunnel zwischen Alt- und Neustadt überarbeiten

  • heller und sicherer gestalten
  • Barrierefreiheit durch Aufzüge herstellen
  • als zentrale Verbindung der Stadt stärken

Gleichzeitig planen wir im Bereich des Europa-Quartiers eine zusätzliche Querung zwischen Alt- und Neustadt, um die Verbindung der Stadt weiter zu verbessern.

Kynast-Gelände neu entwickeln

  • alte Strukturen zurückbauen
  • Fläche für Wohnen, Arbeiten und neue Ideen schaffen
  • Altlasten konsequent beseitigen – das ist unsere Pflicht

Das Kynast-Gelände ist eine große Chance, aber auch eine Verantwortung.
Wir wollen diese Fläche nicht liegen lassen, sondern geordnet und sinnvoll entwickeln.

Europa-Quartier umsetzen

  • modernes, energieeffizientes Wohnen voranbringen
  • neue Mitte für die Stadt schaffen
  • Wohnraum für unterschiedliche Lebensphasen ermöglichen

Das Europa-Quartier steht für einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft.

Bürgerscheune etablieren

Nach dem Vorbild der Bürgerscheune in Fürstenau wollen wir prüfen, ob ein ähnliches Konzept auch in Quakenbrück möglich ist.

  • Marktzentrum für regionale und interregionale Anbieter schaffen 
  • Start-ups, kleine Produzenten und kreative Ideen sichtbar machen 
  • Raum für Beratung, Begegnung, Kultur und Tourismus-Information schaffen

Eine Bürgerscheune kann mehr sein als ein Verkaufsort. Sie kann ein Marktplatz für Ideen werden: für regionale Produkte, junge Unternehmen, Vereine, Kultur, Beratung und Tourismus.

Damit stärken wir die Innenstadt, schaffen Begegnung und geben kleinen Anbietern eine sichtbare Bühne.

Uns ist klar: Nicht alle Projekte lassen sich gleichzeitig umsetzen.

Deshalb setzen wir auf eine klare Reihenfolge und gehen die Dinge Schritt für Schritt an.

 

12. Schlusswort – Zusammen Verantwortung übernehmen

Quakenbrück steht vor wichtigen Entscheidungen.

Wie wir in Zukunft leben, arbeiten und zusammenhalten, entscheidet sich nicht irgendwann – sondern jetzt. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Wir sind bereit, gemeinsam Lösungen zu finden. Und wir sind bereit, mit allen zusammenzuarbeiten, die unsere Stadt voranbringen wollen.

Für uns ist klar:

Demokratie lebt vom Austausch, vom Respekt und von der Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Aber sie hat auch Grenzen.

Wir sind bereit zur Zusammenarbeit – mit allen, die auf dem Boden unserer demokratischen Grundwerte stehen und Verantwortung für unsere Stadt übernehmen.

Aber wir machen auch deutlich:

Spaltung, Ausgrenzung und Stimmungsmache sind kein Weg für Quakenbrück.

Dort ziehen wir eine klare Linie.

Unser Ziel ist eine Stadt, die zusammenhält, die funktioniert und die eine Zukunft hat

Dafür stehen wir. Dafür bitten wir um Ihr Vertrauen.

 

 

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